Die Elisabeth-Kirche in Hohenberg a.d. EgerHerzlich willkommen in der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Hohenberg!

Liebe Besucher,

hier präsentiert sich unsere lebendige Gemeinde im ländlichen Raum mit ihren 700 Gliedern. Entsprechend der Altersstruktur in unserer Region hat die Gemeinde einen besonderen Schwerpunkt in der Seniorenarbeit. Nehmen Sie sich ein wenig Zeit und lernen Sie uns besser kennen. Informieren Sie sich auch über unsere wichtige soziale Aufgabe als Träger des Elisabeth-Kinderhauses.
Übrigens: Wir freuen uns über Anregungen und konstruktive Kritik oder einen Eintrag in unser Gästebuch.

Ihre Pfarrerin
Cordula Winzer-Chamrád

Luther kommt zum Gottesdienst nach Hohenberg

Veröffentlicht von Administrator (admin) am 18.04.2017
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„Die Gelübde sind falsch“ postuliert Luther und regt an,  die Klöster aufzulösen. Dieser wurde von Matthias Kuhn aus Marktredwitz dargestellt. Zwei Nonnen (Karin Kuhlemann und Bettina Zeitner) bestätigen Luther die Zustände im Kloster. Ein Mönch (Hubert Dorschner) fürchtet um die bisherige Ordnung, die Sicherheit im Kloster und hegt Zweifel an der  säkularen Welt. Luther setzt dem entgegen, dass ein Gelübde nur dann gültig sei, wenn es aus  freiem Willen und nicht aus blindem Gehorsam abgelegt worden sei. Der Bischof (Reinhard Chrunsc) bangt wiederum um Bücher, Bilder und Besitz, wertvolle  Urkunden, Verzeichnisse und Register. „Wohin mit dem Inventar, den goldenen Kelchen und den Münzen?“ Auch gibt er zu bedenken, dass aufgegebene Klöster in den Besitz der katholischen Kirche zurückfallen.  Auch ein Bauer (Werner Friedel) weiß nicht,  wie es künftig weitergehen soll. „Du hast gut reden, Luther, aber alles Geld ist knapp“ hadert der mittelalterliche Stadtrat (Bgm. Jürgen Hoffmann)  mit Luther. Ein Zeitgenosse urteilt ahnungsvoll: „Das wird die Welt verändern.“ Da erklärt sich der Fürst (Sascha Häcker) bereit, den klösterlichen Besitz  und die Schuldenlast der Kommunen zu übernehmen.  Luther bemängelt jedoch, dass das Land „zur Förderung des Evangeliums zu nutzen ist“. Vor dem nächsten Szenenwechsel erläutert  die Sprecherin (Christa Lippert) die Zustände in Frankreich und England. Auch Philipp Melanchthon (Dieter Lausch) bekundet seine Überzeugung im Dialog mit Luther, „Aus Bettelklöstern soll man gute Schulen für Knaben und Mägdlein machen“.  Melanchthon  gilt als kirchenpolitischer Reformator.  Unterstützung findet Luther auch von Elisabeth von Calenberg  (Edda Geiger) „Ich mache einen Sonderfond für Bildung, für Sozialfürsorge an den Armen und den Erhalt der Kirchen im Herzogtum.“ Mit  lang  anhaltendem  Applaus belohnten die Besucher die schauspielerischen Leistungen der Darsteller. Das gemeinsam gesungene  lutherische Schutz- und Trutzlied „Ein feste Burg ist unser Gott“ beschloss diesen Teil.

In der anschließenden Predigt ließ Pfarrerin Winzer-Chamrád noch einmal die  Zeit passieren, in der die jahrhundertealte Tradition der Klöster aufgelöst wurde und was an Bildungsmöglichkeiten und sozialem Engagement neu entstand. Das Geld sollte nach Luthers Meinung zur Verbreitung des Evangeliums genutzt werden. Dieses Ziel stellte sie den Predigthörern von heute vor Augen. Bei Entscheidungen sollten Menschen heute im Sinne Luthers die Bibel als Richtschnur neu entdecken. Dabei ginge es nicht nur um das Festhalten an Traditionen nach dem Motto „Es war schon immer so“.  Es ginge nicht um das alleinige Ausrichten an Autoritäten,  um das kritische Bewerten mit eigenem Verstand,  eigenen Gefühlen und Empfindlichkeiten oder das Festhalten  an Mehrheitsmeinungen gemäß einem Herdentrieb. Sondern dass ein lebendiger, gelebter Glaube die Richtschnur des Lebens und bei Entscheidungen sei. Wichtige Erkenntnisse seines Studiums  der Bibel hat Luther aus den Briefen des Paulus an die Römer gewonnen. Luthers Vermächtnis an uns alle lautet daher: „Lasst Gott mit entscheiden“.

Im Anschluss an den Gottesdienst lud „Dr. Martin Luther“ die Besucher in das Gemeindehaus zu einem mittelalterlichen Schmaus ein, in welchem ein nach ihm benanntes  Bier kredenzt und  dazu  deftige Schmankerln gereicht wurden. Beim geselligen Beisammensein gab Luther noch einige Tischreden   zum  Besten.  Abschließend dankte Pfarrerin Winzer-Chamrád allen Besuchern für ihr Kommen, besonders den  Schauspielern für ihre gezeigten Leistungen und allen Helfern, die diesen außergewöhnlichen Gottesdienst „Luther kommt“ und das Beisammensein ermöglicht hatten.

Zuletzt geändert am: 18.04.2017 um 17:34:07

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Luther kommt zum Gottesdienst nach Hohenberg

Administrator (admin) 18.04.2017
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„Die Gelübde sind falsch“ postuliert Luther und regt an,  die Klöster aufzulösen. Dieser wurde von Matthias Kuhn aus Marktredwitz dargestellt. Zwei Nonnen (Karin Kuhlemann und Bettina Zeitner) bestätigen Luther die Zustände im Kloster. Ein Mönch (Hubert Dorschner) fürchtet um die bisherige Ordnung, die Sicherheit im Kloster und hegt Zweifel an der  säkularen Welt. Luther setzt dem entgegen, dass ein Gelübde nur dann gültig sei, wenn es aus  freiem Willen und nicht aus blindem Gehorsam abgelegt worden sei. Der Bischof (Reinhard Chrunsc) bangt wiederum um Bücher, Bilder und Besitz, wertvolle  Urkunden, Verzeichnisse und Register. „Wohin mit dem Inventar, den goldenen Kelchen und den Münzen?“ Auch gibt er zu bedenken, dass aufgegebene Klöster in den Besitz der katholischen Kirche zurückfallen.  Auch ein Bauer (Werner Friedel) weiß nicht,  wie es künftig weitergehen soll. „Du hast gut reden, Luther, aber alles Geld ist knapp“ hadert der mittelalterliche Stadtrat (Bgm. Jürgen Hoffmann)  mit Luther. Ein Zeitgenosse urteilt ahnungsvoll: „Das wird die Welt verändern.“ Da erklärt sich der Fürst (Sascha Häcker) bereit, den klösterlichen Besitz  und die Schuldenlast der Kommunen zu übernehmen.  Luther bemängelt jedoch, dass das Land „zur Förderung des Evangeliums zu nutzen ist“. Vor dem nächsten Szenenwechsel erläutert  die Sprecherin (Christa Lippert) die Zustände in Frankreich und England. Auch Philipp Melanchthon (Dieter Lausch) bekundet seine Überzeugung im Dialog mit Luther, „Aus Bettelklöstern soll man gute Schulen für Knaben und Mägdlein machen“.  Melanchthon  gilt als kirchenpolitischer Reformator.  Unterstützung findet Luther auch von Elisabeth von Calenberg  (Edda Geiger) „Ich mache einen Sonderfond für Bildung, für Sozialfürsorge an den Armen und den Erhalt der Kirchen im Herzogtum.“ Mit  lang  anhaltendem  Applaus belohnten die Besucher die schauspielerischen Leistungen der Darsteller. Das gemeinsam gesungene  lutherische Schutz- und Trutzlied „Ein feste Burg ist unser Gott“ beschloss diesen Teil.

In der anschließenden Predigt ließ Pfarrerin Winzer-Chamrád noch einmal die  Zeit passieren, in der die jahrhundertealte Tradition der Klöster aufgelöst wurde und was an Bildungsmöglichkeiten und sozialem Engagement neu entstand. Das Geld sollte nach Luthers Meinung zur Verbreitung des Evangeliums genutzt werden. Dieses Ziel stellte sie den Predigthörern von heute vor Augen. Bei Entscheidungen sollten Menschen heute im Sinne Luthers die Bibel als Richtschnur neu entdecken. Dabei ginge es nicht nur um das Festhalten an Traditionen nach dem Motto „Es war schon immer so“.  Es ginge nicht um das alleinige Ausrichten an Autoritäten,  um das kritische Bewerten mit eigenem Verstand,  eigenen Gefühlen und Empfindlichkeiten oder das Festhalten  an Mehrheitsmeinungen gemäß einem Herdentrieb. Sondern dass ein lebendiger, gelebter Glaube die Richtschnur des Lebens und bei Entscheidungen sei. Wichtige Erkenntnisse seines Studiums  der Bibel hat Luther aus den Briefen des Paulus an die Römer gewonnen. Luthers Vermächtnis an uns alle lautet daher: „Lasst Gott mit entscheiden“.

Im Anschluss an den Gottesdienst lud „Dr. Martin Luther“ die Besucher in das Gemeindehaus zu einem mittelalterlichen Schmaus ein, in welchem ein nach ihm benanntes  Bier kredenzt und  dazu  deftige Schmankerln gereicht wurden. Beim geselligen Beisammensein gab Luther noch einige Tischreden   zum  Besten.  Abschließend dankte Pfarrerin Winzer-Chamrád allen Besuchern für ihr Kommen, besonders den  Schauspielern für ihre gezeigten Leistungen und allen Helfern, die diesen außergewöhnlichen Gottesdienst „Luther kommt“ und das Beisammensein ermöglicht hatten.

: 18.04.2017 17:34:07

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